Das von mir bevorzugte und bei Aufnahmen mit der Konica Minolta
Dimage A 200 eingesetzte Dateiformat ist RAW. Als Rohdatenformat
oder RAW (englisch raw = roh) bezeichnet man ein
Dateiformat bei Digitalkameras,
bei dem die Kamera die Daten nach der Digitalisierung
weitgehend ohne Bearbeitung im Gegensatz zum JPEG-Format auf dasSpeichermedium
schreibt. Man spricht auch hier von einem digitalen Negativ. Das
RAW-Format ist kameraabhängig, d.h., die Formate der einzelnen
Kamerahersteller sind nicht kompatibel.
Funktionsweise
Die digitalen
Rohdaten liegen nach dem Aufnehmen und Speichern in
einem Format vor, das meist nur mit der Software des jeweiligen
Herstellers oder einigen speziellen Anwendungen von Drittanbietern
verarbeitet werden kann.Das mitgelieferte Programm von Konica Minolta
verwende ich allerdings nicht, sondern RWAShooter Essentials von
Pixmantec. Das Programm ist Freeware. Den Hersteller gibt es allerdings
nicht mehr, er ist von Adobe übernommen worden. Das Programm ist
sehr schnell und einfach zu bedienen., obwohl es das Programm nur in
einer englischen Version gibt.
Vorteile
Die wesentlichen kameraseitigen Gestaltungsparameter bei
Verwendung von RAW sind Belichtungszeit, Blende und ISO. Alle anderen
Parameter wie Weißabgleich,
Farbsättigung,
Kontrast,
Schärfung usw. fallen beim Fotografieren mit RAW weg, weil diese
Einstellungen
erst später bei der Konvertierung vorgenommen werden. Die Daten
werden fast ohne Kompression auf dem Speichermedium abgelegt.
Bei JPEG werden die bildrelevanten Parameter hingegen bereits im
Moment der Aufnahme vorgenommen. Dies schränkt allerdings die
Nachbearbeitung deutlich ein, d.h., intensive Nachbearbeitung geht
eindeutig zu Lasten der Qualität.
Vorteile des Rohformats um Vergleich zu JPEG zusammengefasst:
-
Leichtere Überschaubarkeit
beim Fotografieren (weniger Parameter zu beachten)
-
Höhere erreichbare
Bildqualität und mehr Flexibilität in der Nachbearbeitung
-
Größerer Dynamikbereich der gespeicherten
Bildinformation
-
nachträglicher
Weißabgleich
Nachteile
Der Informationsgehalt eines RAW-Bildes hat jedoch auch Nachteile:
- zwischen 10 und 20 Megabyte an Speicherplatzauf dem
Speichermedium in der Kamera. Auf eine 512 MB Speicherkarte gehen
mal gerade 42 Aufnahmen.
- Auch das Speichern von RAW-Bildern in der Kamera ist deutlich langsamer, da der Bildprozessor die Konvertierung in das
JPEG-Format und dessen Speicherung wesentlich schneller erledigen
kann als das Speichern der Rohdaten auf aktuelle Speichermedien
. Also für Schnappschüsse nicht gerade geeignet.
- Konvertersoftware wird benötigt
- Mittlerweile gehen Kamerahersteller dazu über, Teile der
RAW-Bilder zu verschlüsseln, also man ist noch weit entfernt vom
standardisierten RAW-Format. Für mich ist das die Quasi-Enteignung des eigenen Bildes.
Vorläufer-Format Tiff
Vor RAW boten einige Hersteller zur Speicherung auch verlustloses
TIFF
als Alternative zum JPEG-Format an.