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Mein Arbeitsablauf SW- Negativprozess                      Schließen                                                                                      

                                                                                             

A. Mein Equipment
  • Wechselsack

  • Flaschenöffner, um die Kleinbildpatronen zu öffnen

  • kleine Schere mit runden Spitzen, um das Filmende bei KB-Film gerade zu schneiden

  • Filmentwicklerdose

  • Thermometer

  • Meßzylinder 300 ml

  • Meßbecher 1000 ml

  • Jobo Temperierbox TBE, hier bringe ich vor Arbeitsbeginn meine benötigten Bäder auf eine einheitliche Temperatur von 20°, geht aber auch genauso gut im Wasserbad

  • Eckige 1000ml Chemikalienflaschen: Eckig, weil sie sonst nicht in den Halter der Temperierbox passen.

  • Filmklammern, auch welche mit Gewichten. Wenn man keine Klammern mit Gewichten hat, reicht auch eine Sicherheitsnadel, an die man einfach etwas Schweres  hängt, denn sonst rollt sich der Film auf.

  • Armbanduhr

  • Notizzettel

  • Glasmurmeln um das Volumen der entnommenen Entwickler - Vorratslösung in der Vorratsflasche wieder aufzufüllen, schützt vor Oxidation. Es gibt dafür zwar auch z.B. Tetenal Protectan-Spray, benutze ich aber nicht, ich halte  das Verfahren mit Glasmurmeln  für billiger, sicherer und umweltfreundlicher. Eine andere Lösung sind die Faltflaschen, nur habe ich hier beobachtet, daß diese wohl mit der Zeit doch wieder Luft ansaugen und sich somit ausdehnen.

Was ich noch für sehr wichtig halte, man sollte eingetestete Film- und Entwicklerkombinationen  solange es geht nicht ändern, denn nur so erhält man reproduzierbare Ergebnisse. Ich habe in der Vergangenheit nur  etwas verändert, wenn es  den von mir bevorzugten Film oder Entwickler nicht mehr gab, oder sich daran etwas geändert hat.

B. Arbeitsablauf

  1. Als erstes werden die Bäder temperiert, ggfls. angesetzt.
  2. Der Film wird bei völliger Dunkelheit auf die Spirale der Entwicklungsdose gespult. Dies muß unbedingt mit trockenen Fingern geschehen. Ich mache  das mit einem Wechselsack. Zur Not geht das aber auch unter einer dickeren Bettdecke, habe ich jahrelang so gemacht.

  3. Der Spiraleinsatz kommt dann in die Dose, die mit dem Deckel lichtdicht verschlossen wird. Auch dieser Vorgang muß bei völliger Dunkelheit erfolgen.

  4. Der Entwickler (Temp. 20°C, Dose sollte so temperiert sein, daß keine Abkühlung erfolgt) wird zügig in den lichtdichten Einfüllschacht gegossen (soll nicht länger als 20 Sek. dauern). Damit beginnt die Entwicklung. Ich persönlich bevorzuge die Kippentwicklung mit Einmalentwickler im 1 Minutenrythmus. Um die Zeiten genau einzuhalten, benutze ich eine Armbanduhr mit Sekundenzeiger und einen Zettel auf dem ich nach jeder Minute einen Strich mache, so vermeide ich Fehler bei der Zeitmessung. In der Regel wird die Dose pro Minute einmal gekippt. Bei meiner Acufineentwicklung allerdings zweimal in den ersten 5 Sekunden pro Minute.

  5. Ist die Entwicklungszeit um, gieße ich den Entwickler in einen Behälter zur Abgabe bei der Schadstoffsammelstelle, nicht in den L.... (das Örtchen) oder Ausguß.

  6. Dann kommt ein Unterbrecherbad ( das Bad hat die gleiche Temperatur wie der Entwickler) von 1 Minute. Ich wende dieses Verfahren immer noch an, auch wenn man mittlerweile der Meinung ist, eine Zwischenwässerung reicht auch, weil es sonst zur Bildung von Pinholes in der Emulsionsschicht kommt. Habe ich bislang nicht feststellen können, deshalb  halte ich es daher  für sicherer mit Unterbrecherbad zu arbeiten. Das Unterbrecherbad schütte ich in den Ausguß oder das Örtchen, weil ich ausschließlich Bäder auf Basis von Zitronensäure verwende.

  7. Nun kommt das Fixierbad in die Dose. Die Dauer richtet sich nach den Herstellerangaben und sollte nicht nennenswert überschritten werden, auch hier kippe ich pro Minute einmal.
    (Das Fixierbad kann wiederholt benutzt werden, 1 Liter reicht gut für 10 Filme, ich mache nach jedem entwickelten Film einen Strich auf dem Etikett der Flasche. 

  8. Nun  wird der Film in einem Auswässerungsbeschleuniger ca. 1 Min. gebadet und anschließen erfolgt eine Wässerung   mit einem Cascade Film-Schnellwascher. Dauer ca. 5 Minuten, lediglich den Fuji Neopan Acros wässere ich doppelt so lange, um zu vermeiden, daß der Film später eine rötlich Verfärbung bekommt. Nun folgt eine Netzmittelbad von 1 Minute. Auch das  Netzmittelbad kann  über den Ausguß entsorgt werden.

  9. Jetzt wird der Film vorsichtig abgestreift und an einer Klammer aufgehängt und das andere Ende ebenfalls mit einer Klammer mit Gewicht beschwert. Ich trockne  an der Luft, also ohne Trockner, etwa 24 Stunden.   Wenn der nun archivfeste (*) Film trocken ist, wird er in Streifen geschnitten und kommt in Negativ-Ablageblätter.

* Ich entwickele meine Filme seit Jahrzehnten so und kann selbst uralte Negative heute noch einwandfrei vergrößern oder kopieren. Ich hatte lediglich mal Schwierigkeiten mit den Filmen, welche ich nach der Ilford-Methode gewässert hatte Ich habe das sehr bald wieder sein lassen..
                                                                                                                                                                                                                                                     Schließen