Trommelverarbeitung von SW-Papier                      Schließen                                                                                                             

Für das Verarbeiten von Color-Papieren, sowohl Dia-Direkt, als auch Negativ-Positiv Verfahren wurden die Trommeln entwickelt.

Der bekannte Autor Günter Spitzing hatte sich Ende der 70er Jahre des 20. Jh. in der Zeitschrift Color-Foto damit auseinandergesetzt, ist der Einsatz dieser o.g. Trommeln bei der SW-Positivverarbeitung sinnvoll? Der Artikel liegt mir vor, ich schreibe ihn auch nicht ab, sondern berichte nur über eigene Erfahrungen, welche ich mit der Trommelei gemacht habe, denn ich wende das Verfahren zeitweilig auch an, weil prinzipiell nichts gegen eine solche Verarbeitung spricht.

Sicherlich bekommt man seine Abzüge in der Schale schneller hin, deshalb gibt es für mich bei Vergrösserungen bis 18x24 keine Alternative. Doch bei Großvergrößerung von 30x40, oder gar größer, sieht die Sache schon anders aus. Das Verhältnis der benötigten Chemie zur Menge der Abzüge paßt dann oft nicht mehr,  man braucht schon einige Liter Entwickler und Fixierbad um eine einwandfreie Benetzung des Papiers zu erreichen.

Das Argument, daß man in der Schale, weil nach Sicht, besser entwickeln kann, halte ich für falsch. Mir kann niemand erzählen, daß beim trüben Schimmer der Dunkelkammerlampe der Kontrast und die Dichte richtig beurteilt werden kann, außerdem wird oft die Entwicklung abgebrochen, weil die Bilder zu dunkel werden (weil überbelichtet). Grundsätzlich sind Fotopapiere auszuentwickeln, entsprechend der Vorgaben des Herstellers, oder nach eigenen Ermittlungen, d.h., immer nach Zeit und das kann man auch in der Trommel bei deutlich geringerem Chemieaufwand tun.

Das nächste Argument gegen die Trommelverarbeitung sind die Kosten größerer Trommeln, ein Satz Schalen ist natürlich preiswerter, aber es ist hier wieder die berühmte Milchmädchenrechnung. Fertigt man häufiger Großvergrößerungen an, rechnet sich das Ganze schon, man spart deutlich an der Chemie. Noch ein Argument dafür, man produziert deutlich weniger Sondermüll, denn über den L.... ( vornehmer, das Örtchen ) sollte man seine gebrauchte Chemie nicht entsorgen.

Von mir benutzte Trommeln:

Jobo 4531(heute 2830) hier können Formate bis 24x30 verarbeitet werden ( Füllmenge 100ml ) 

Jobo 4205 (heute 2850) hier können Formate bis 40x50 verarbeitet werden ( Füllmenge 200 ml )

Die Bewegung der Trommel kann auf einer geeigneten Fläche per Hand vorgenommen werden, ich benutze allerdings dazu ein Rotationsgerät von CIBA, bzw. für die kleinere Trommel einen Rotationsprocessor.

Die Verarbeitung erfolgt bei mir genau wie bei der Schalenentwicklung:

  • Positiventwickler
  • Stoppbad
  • Fixierbad

Wässerung (die nehme ich allerdings nicht in der Trommel vor)

Wie oft man die Chemie benutzen kann, läßt sich leicht selbst errechnen, denn zu den meisten Postiventwicklern gibt es Angaben, wieviel m² pro Liter entwickelt werden können.                                                                                    

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