Vergrößerungsgeräte                         Schließen                                                        

Man muß sich vor der Anschaffung eines Vergrößerungsgerätes sicherlich zunächst die Frage stellen, welche Negativformate will man vergrößern.

Selbst ein Fotograf, welcher nur im KB-Format fotografiert, sollte wenn möglich ein Gerät nehmen, welches für MF ausgelegt ist. Ich finde, man sollte grundsätzlich ein Gerät wählen, welches für das nächst größere Negativformat ausgelegt ist, weil fast alle Vergrößerer an den Rändern einen deutlich sichtbaren Lichtabfall zeigen. Man kann diesen Lichtabfall natürlich damit kompensieren, daß man die Randbereiche der Vergrößerung  etwas nachbelichtet. Diese Vorgehensweise wird übrigens von Ansel Adams grundsätzlich bei jeder Vergrößerung in seinem Buch „Das Positiv“ empfohlen. Ich mache das  zwar nicht immer, es ist aber was dran.

Ich habe zwar noch aus den Zeiten, als ich eine stationäre Dunkelkammer besaß,  jeweils  einen Vergrößerer für KB und  6x6, benutze aber meistens meinen Krokus 69 Color S für 6x9.

Der Grund ist der, ich vergrößere während einer Vergrößerungssitzung meist KB- und MF- Negative, so bin ich immer auf der sicheren Seite. Was ich dabei natürlich mache, ich wechsele die Objektive entsprechend dem zu vergrößernden Negativformat. Nur wenn absolut feststeht, daß ich nur KB vergrößere, nehme ich meinen Kaiser VCP 6002(6x6). Ich mache das dann deshalb, weil der Krokus 69 Color S ein ziemliches Monstrum und sauschwer ist. In einer provisorischen Dunkelkammer macht man sich ja nicht mehr Arbeit als unbedingt nötig.

Ich halte den Krokus 69 Color S für ein ausgesprochen gutes Gerät, auch wenn er wie alle Geräte aus der damaligen Zeit des Ostblocks ziemlich „rustikal“ gebaut ist. Sicherlich kann man ihn nicht mit einem Beseler, Leitz , Durst oder einem anderen professionellen Gerät vergleichen, aber er bietet einfach alles, sogar der Gerätekopf und die Objektivstandarte sind neigbar. Dazu ist er so robust gebaut, daß man sagen kann, er ist eigentlich „unkaputtbar“, er ist einfach ein grundsolides, ehrliches Gerät, ohne modische Schnörkel, einfach nur funktional. Reicht vollkommen. Ich würde ihn auch heute noch kaufen. 

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